Drei Risiken im Winter
- Frost: Restwasser in Kühlkanälen und Schläuchen kann gefrieren und sie sprengen.
- Korrosion: Salz und Feuchtigkeit greifen das Metall von innen an.
- Altes Benzin: Benzin zersetzt sich und hinterlässt Ablagerungen in Vergaser und Kraftstoffleitungen.
1. Mit Süßwasser spülen
Spülen Sie den Motor nach der letzten Fahrt der Saison mit Süßwasser – egal ob er in Salz-, Brack- oder Süßwasser gelaufen ist. Schließen Sie eine Spülmuschel an oder stellen Sie den Motor in ein Spülfass und lassen Sie ihn laufen. Prüfen Sie dabei, ob der Kühlwasserstrahl kräftig und gleichmäßig ist.
Das Spülen ist auch eine gute Gelegenheit, auf ungewöhnliche Geräusche zu achten.
2. Der Kraftstoff
- Kraftstoffstabilisator zugeben und den Motor laufen lassen, bis stabilisierter Kraftstoff Vergaser oder Einspritzung erreicht.
- Alkylatbenzin hält sich besser als normales Benzin, profitiert bei langer Lagerung aber ebenfalls von einem Stabilisator.
- Manche Hersteller schreiben stattdessen vor, den Vergaser leer laufen zu lassen. Halten Sie sich immer an die Betriebsanleitung des Motorherstellers.
3. Öl und Schmierung
- Viertakter: Motoröl und Filter vor dem Winter wechseln, damit das verschmutzte Öl nicht im Motor steht.
- Getriebeöl wechseln. Milchiges Öl bedeutet Wasser im Getriebe.
- Nach Schmierplan abschmieren und Konservierungsöl in die Zylinder sprühen, wenn das Handbuch es vorsieht.
4. Aufrecht lagern und die Batterie pflegen
Lagern Sie den Außenborder aufrecht in normaler Betriebsstellung mit dem Unterwasserteil nach unten. So läuft restliches Wasser aus den Kühlkanälen ab, statt sich dort zu sammeln, wo es gefrieren kann. Legen Sie den Motor nicht auf die falsche Seite – sonst kann Öl dorthin laufen, wo es nicht hingehört.
Wenn Sie den Motor mit nach Hause nehmen: Ein stabiler Motorbock in einem frostfreien Raum ist am besten.
Laden Sie die Batterie voll und prüfen Sie den Ladezustand während der Lagerung gemäß den Anweisungen des Batterieherstellers.
Checkliste zum Abhaken
- Mit Süßwasser gespült und Kühlwasserstrahl geprüft.
- Stabilisator im Tank oder Vergaser gemäß Handbuch entleert.
- Motoröl und Filter gewechselt (Viertakter).
- Getriebeöl gewechselt und auf Wasser geprüft.
- Nach Schmierplan geschmiert.
- Propeller abgenommen, Welle auf Angelschnur geprüft und gefettet.
- Aufrecht, frostfrei und trocken gelagert.
- Batterie geladen und abgeklemmt.
- Zettel am Motor mit den erledigten Arbeiten.
Alter Zweitakter?
Ältere Zweitaktmotoren mit Vergaser geben 20–30 % des Kraftstoffs unverbrannt ins Wasser ab. Einen solchen Motor können Sie kostenlos zur Verschrottung abgeben. Wenn Sie wechseln wollen, holen Sie sich ein Angebot für einen neuen Motor oder für die Wartung des alten ein.
Häufige Fragen
Sollte der Außenborder stehend oder liegend gelagert werden?
Stehend in normaler Betriebsposition mit dem Antrieb nach unten, damit das Wasser aus den Kühlkanälen abläuft.
Muss ich den Motor spülen, wenn ich in Süßwasser gefahren bin?
Ja, das wird empfohlen. Auch Süßwasser führt Sand und Partikel mit, die ausgespült werden sollten, bevor der Motor eingelagert wird.
Soll ich den Vergaser leeren oder Stabilisator zugeben?
Das unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell. Halten Sie sich an die Betriebsanleitung Ihres Motors.
Wie oft sollte die Batterie im Winter kontrolliert werden?
Prüfen Sie den Ladezustand während der Lagerung nach den Vorgaben des Batterieherstellers.
Quellen
- Vinterkonservering av din båtmotor, Biltema biltema.se
- Båtmotorer och utsläpp, Transportstyrelsen transportstyrelsen.se
- Motorvård för båtmotorer, Biltema biltema.se