Kurze Antwort
Mit acht Knoten kommen Sie an Bord fast überall zurecht: Palstek für ein festes Auge, Achtknoten als Stopperknoten, Rundtörn mit zwei halben Schlägen und Webeleinstek zum Festmachen, Kreuzknoten zum Reffen, Schotstek zum Verbinden von Leinen, Slipstek, wenn sich der Knoten schnell lösen soll, und Belegen auf der Klampe. Üben Sie zu Hause, bis Sie sie blind beherrschen.
Übersicht
| Knoten | Verwendung | Nach Belastung leicht zu lösen? |
|---|---|---|
| Palstek | Auge an Festmacher, Rettungsleine | Ja |
| Achtknoten | Stopper am Schotende | Ja |
| Webeleinstek | Fender, Ring, Pfahl | Einigermaßen |
| Kreuzknoten | Reffbändsel, Säcke | Ja, aber nicht für Last |
| Schotstek | Zwei Leinen verbinden, auch unterschiedlich dicke | Ja |
| Pollerstek | Festmachen um Pfahl oder Poller | Ja |
| Slipstek | Vorübergehendes Festmachen | Mit einem Ruck |
| Belegen | Leine auf der Klampe | Ja |
Schritt für Schritt
- Palstek: Eine kleine Schlaufe legen, die feste Part oben. Das Ende von unten durch die Schlaufe stecken, hinter der festen Part herumführen und wieder durch die Schlaufe nach unten. Ende und feste Part gleichzeitig dichtholen.
- Achtknoten: Eine Bucht legen, das Ende um die feste Part führen und von oben durch die Bucht stecken, sodass der Knoten wie eine Acht aussieht.
- Zwei halbe Schläge: Die Leine um den Gegenstand legen und zwei halbe Schläge in dieselbe Richtung um die feste Part machen.
- Kreuzknoten: Rechts über links und darunter, dann links über rechts und darunter. Die Enden müssen parallel liegen.
- Schotstek: Eine Bucht in die dickere Leine legen. Die dünnere von unten durch die Bucht stecken, um beide Parten herum und unter sich selbst hindurch. Bei glatterem Material die Runde doppelt nehmen.
- Rundtörn mit zwei halben Schlägen: Zwei Törns um den Pfahl nehmen die Last auf, abschließen mit zwei halben Schlägen um die feste Part.
- Slipstek: Wie ein halber Schlag, aber mit einer Bucht statt des Endes abschließen. Zieht man am Ende, löst sich der Knoten.
- Belegen auf der Klampe: Ein Törn um den Fuß der Klampe, dann Achten über die Hörner und mit einem umgekehrten Kopfschlag sichern.
Leinen und Festmachen in der Praxis
Ein Knoten ist nie stärker als die Leine. Wählen Sie Festmacher mit guter Dehnung, zum Beispiel geflochtene oder dreischäftige Polyesterleinen, und vermeiden Sie steife Leinen in Häfen mit Schwell. Faustregel: je schwerer das Boot, desto dicker die Leine – folgen Sie aber der Empfehlung des Leinen- oder Bootsherstellers.
- Verlängern: Zwei Leinen verbindet man am sichersten mit einem doppelten Schotstek oder zwei ineinandergreifenden Palsteks.
- Fender: zwei halbe Schläge um die Reling oder ein Slipstek, wenn sie oft versetzt werden.
- Ankerleine: mit einem Palstek an einem Schäkel befestigen oder ein gespleißtes Auge verwenden.
- Schotende: Ein Achtknoten verhindert, dass die Schot durch den Block rutscht.
Am besten lernt man es mit einem Stück Leine neben dem Sofa im Winter. Machen Sie jeden Knoten zehnmal, dann mit geschlossenen Augen. Wenn Sie den Palstek einhändig um Ihre eigene Taille legen können, schaffen Sie ihn auch im Notfall.
Tipps
- Lassen Sie hinter dem Knoten ein Ende von mindestens einer Handbreit stehen.
- Kunstfaserleinen rutschen. Prüfen Sie den Knoten nach Belastung.
- Ersetzen Sie verschlissene Festmacher und verwenden Sie in Häfen mit Schwell Ruckdämpfer.
Weitere Sicherheitstipps finden Sie im Ratgeber zur Sicherheitsausrüstung an Bord.
Häufige Fragen
Welchen Knoten sollte man unbedingt beherrschen?
Der Palstek. Er bildet ein Auge, das sich nicht zuzieht, hohe Lasten hält und sich danach wieder lösen lässt.
Warum keinen Kreuzknoten zum Verbinden von Leinen?
Er kann sich unter Last lösen, besonders bei Leinen unterschiedlicher Stärke. Verwende stattdessen einen Schotstek.
Wie mache ich an einem Ring fest?
Ein Webeleinstek oder ein Rundtörn mit zwei halben Schlägen funktionieren gut. Ein Palstek geht auch.