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Ratgeber

Opferanode wechseln – Zink, Aluminium oder Magnesium?

Welche Anode in Süß-, Brack- und Salzwasser passt, wann sie gewechselt werden muss und worauf Sie bei der Montage achten sollten.

  • 3 Min. Lesezeit
  • Aktualisiert am
  • 3 Quellen

Wozu dient die Anode?

Wenn verschiedene Metalle im Wasser liegen und miteinander in Kontakt sind, entsteht ein schwacher Strom. Das unedelste Metall wird zuerst zersetzt. Eine Opferanode ist ein Stück unedles Metall, das anstelle von Antrieb, Propeller, Welle und Motorteilen korrodiert.

Die Anode ist ein Verschleißteil. Sie sollte jedes Jahr kontrolliert und rechtzeitig gewechselt werden.

Der Schutz funktioniert nur, solange die Anode guten elektrischen Kontakt zum geschützten Metall hat und aus dem richtigen Metall für das jeweilige Gewässer besteht.

Metall passend zum Gewässer wählen

GewässerAnode
SalzwasserZink (oder Aluminium)
BrackwasserAluminium
SüßwasserMagnesium

Magnesium ist sehr reaktiv und wird nur in Süßwasser verwendet. Aluminium funktioniert sowohl in Salz- als auch in Brackwasser. Zink ist die klassische Wahl für Salzwasser.

Wenn Sie Ihr Boot zwischen verschiedenen Gewässern bewegen oder unsicher sind, wie Ihr Heimathafen einzuordnen ist, fragen Sie eine Werft oder einen Motorenhändler vor Ort.

Wann sollte die Anode gewechselt werden?

  • Wenn etwa die Hälfte der Anode verbraucht ist.
  • Wenn sie so zersetzt ist, dass sie lose sitzt.
  • Wenn sie sich gar nicht verbraucht hat – dann hat sie möglicherweise keinen Kontakt mehr zum Metall, das sie schützen soll. Montage und Kontaktflächen prüfen.

Die naheliegende Kontrolle erfolgt beim Auskranen und bei der Frühjahrsüberholung, wenn das Boot an Land steht.

So wechseln Sie

  1. Ermitteln Sie das Modell von Motor und Antrieb – viele Anoden sind für einen bestimmten Motor oder Antrieb geformt.
  2. Schrauben Sie die alte Anode ab.
  3. Reinigen Sie die Auflagefläche bis auf blankes Metall, damit ein guter elektrischer Kontakt entsteht.
  4. Montieren Sie die neue Anode, bei Bedarf mit neuen Schrauben. Gut festziehen.
  5. Streichen Sie die Anode niemals. Farbe, Schmutz und Beläge isolieren sie und machen sie wirkungslos.

Beachten Sie immer die Betriebsanleitung des Motorherstellers dazu, wo die Anoden sitzen und welche für Ihren Motor gelten.

Wo sitzen die Anoden?

  • Z-Antrieb und Außenborder: an der Antikavitationsplatte, der Trimmflosse oder am Antriebsgehäuse.
  • Propeller und Welle: Wellenanode oder Propelleranode.
  • Innenborder: teils im Kühlsystem oder im Wärmetauscher.
  • Ruder und Rumpf: Ruder- oder Rumpfanode bei manchen Booten.

Keine Zeit oder schwer zugänglich?

Der Anodenwechsel wird oft von der Werft beim Auskranen oder beim Frühjahrsservice erledigt. Fordern Sie ein Angebot an und nennen Sie das Heimatrevier des Bootes sowie das Motor- und Antriebsmodell.

Häufige Fragen

Welche Anode brauche ich in der Ostsee?

Das hängt vom Salzgehalt am Liegeplatz ab. Aluminium eignet sich für Brack- und Salzwasser und ist deshalb eine häufige Wahl. Im Zweifel fragen Sie am besten eine Werft vor Ort.

Wie oft muss die Anode gewechselt werden?

Prüfe sie jedes Jahr und tausche sie, wenn etwa die Hälfte verbraucht ist.

Darf man die Anode streichen?

Nein. Eine überstrichene oder verschmutzte Anode ist isoliert und schützt nicht.

Warum hat sich meine Anode überhaupt nicht verbraucht?

Sie hat möglicherweise den elektrischen Kontakt zum Metall verloren, das sie schützen soll, oder besteht aus dem falschen Metall für das Gewässer. Prüfen Sie Montage und Anodentyp.

Quellen

  1. Anoder till båtmotorer, Biltema biltema.fi
  2. Vad är en anod?, Watski watski.se
  3. Anoder – skydda mot korrosion, SeaSea seasea.se

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Ersatzteile

Siehe auch