Kurze Antwort
Um über ein Seefunkgerät (UKW) zu sprechen, brauchen Sie einen Befähigungsnachweis. Meist ist das das SRC-Zertifikat (Short Range Certificate). Das Funkgerät braucht außerdem eine Genehmigung der PTS, die Sie über deren E-Service beantragen. Kanal 16 ist für Not- und Anruffunk. Kanal 70 ist für Digitalen Selektivruf (DSC), also die Notruftaste.
Papiere und Genehmigungen
- SRC-Zeugnis: Sie erhalten es nach einer Prüfung bei einem zugelassenen Prüfer. Es ist persönlich und gilt für Sie auf jedem Boot.
- Genehmigung für das Funkgerät: wird von der PTS ausgestellt und im E-Service für UKW-Funk auf Sportbooten beantragt.
- MMSI-Nummer: kommt mit der Genehmigung und wird in das DSC-Funkgerät und das AIS einprogrammiert.
Kanäle, die man kennen sollte
- 16: Notfall, dringende Meldungen und Anrufe. Hören Sie den Kanal ab, wenn das Funkgerät eingeschaltet ist.
- 70: nur DSC. Drücken Sie den roten Knopf, werden Position und MMSI automatisch gesendet.
- Arbeitskanäle: Nach dem Anruf wechseln Sie von 16 auf einen Arbeitskanal. Häfen, Brücken und Schleusen haben eigene Kanäle, die in der Seekarte und den Hafenführern stehen.
Notruf Schritt für Schritt
- Hat das Funkgerät DSC, halten Sie die Notruftaste gedrückt, bis der Alarm ausgelöst wird.
- Rufen Sie auf Kanal 16: «MAYDAY MAYDAY MAYDAY, hier ist …» und dreimal den Namen des Bootes.
- Sagen Sie, wo Sie sind, was passiert ist, wie viele Personen an Bord sind und welche Hilfe Sie brauchen.
- Achten Sie auf Antwort und folgen Sie den Anweisungen der Seenotrettung.
PTS erklärt außerdem PAN PAN für dringende Lagen und SECURITE für Sicherheitsmeldungen.
DSC, AIS und Handfunkgerät (UKW)
Ein modernes Festeinbau-UKW-Funkgerät hat DSC, den digitalen Selektivruf. Verbinden Sie es mit dem GPS, sendet ein Tastendruck im Notfall die Position des Bootes. Dazu muss das Funkgerät mit Ihrer MMSI-Nummer aus der Zulassung programmiert sein.
- Festeinbau-UKW: größere Reichweite dank Antenne im Masttopp und höherer Leistung.
- Handfunkgerät: gut als Reserve und im Beiboot. Die Antenne sitzt niedrig, deshalb ist die Reichweite kürzer.
- AIS-Empfänger: zeigt die Schiffe um Sie herum auf dem Plotter. Mit einem AIS-Sender sind Sie selbst für andere sichtbar, was in Fahrwassern mit großen Schiffen Gold wert ist.
Testen Sie das Funkgerät vor der Saison mit einem Routineanruf oder einer Funkprüfung auf einem Arbeitskanal. Kanal 16 ist dafür der falsche Ort. Prüfen Sie das Antennenkabel und den Stecker im Mast. Dort sitzt oft die Korrosion, die Reichweite kostet.
Notieren Sie MMSI-Nummer und Rufzeichen des Bootes neben dem Funkgerät.
Kurs und Prüfung
Der SRC-Kurs dauert meist ein bis zwei Tage und endet mit einer Prüfung. Er passt gut zum Förarintyg und zum Kustskepparintyg, und das Funkgerät gehört zu Ihrer Sicherheitsausrüstung.
Häufige Fragen
Darf ich ein UKW-Funkgerät ohne Funkzeugnis haben?
Besitzen darfst du eines. Zum Senden brauchst du ein Funkzeugnis und eine Genehmigung der PTS. In einer Notlage darf jeder das Funkgerät benutzen.
Gilt ein ausländisches SRC in Schweden?
Meistens ja, wenn es aus einem Land stammt, das dieselben internationalen Regeln befolgt. Wenn Sie unsicher sind, kann PTS Auskunft geben.
Braucht ein Handfunkgerät (UKW) eine Genehmigung?
Ja. Auch ein marines Hand-UKW-Funkgerät braucht eine Genehmigung der PTS.
Was ist der Unterschied zwischen Kanal 16 und 70?
Kanal 16 ist für Sprechfunk und 70 für digitale DSC-Rufe. Auf 70 wird nie gesprochen.
Quellen
- Båtradio, VHF i fritidsbåt, PTS pts.se
- Nödkommunikation till sjöss, PTS pts.se
- Tillstånd för VHF i fritidsbåt (e-tjänst), PTS vhf-sandare.pts.se